Beschreibung GDT Datensätze

Grundlage der Datenformate und Kennungen ist die Beschreibung der Version 2.1 des GDT Datenformats im Dokument "Anbindung von medizinischen Meßgeräten (GDT - Gerätedaten-Träger)" des Qualitätsrings Medizinische Software vom Mai 2001.
Die GDT-Schnittstelle soll die Datenübermittlung zwischen Medizingeräten und Praxis-EDV ermöglichen. Das Computer Audiometrie System implementiert die Kommunikation über Dateien. Die Daten werden als Textzeilen in der Datei abgelegt, wobei dem Wert eine Kennung voraus geht.

Ein Beispiel:

01380006310
014810000931
0178316CAS-AD17
01092063
014921802.10
0240102Audio-DATA GmbH
0390103Computeraudiometriesystem AD17
0210132Version 1.95
01030000
0193101Mustermann
0133102Jana
017310317041980
024310623664 Hobbingen
0223107Beutelsend 17
01031102
0158402AUDI11
...

Die Datei ist zeilenorientiert, die ersten drei Ziffern geben die Länge der ganzen Zeile inklusive der unsichtbaren Zeichen für den Zeilenvorschub (CR/LF) an.
Es folgt eine Kennung, die aus vier Ziffern besteht und den Typ des folgenden Wertes festlegt. Dieser Kennung folgt dann der eigentliche Wert. Die Zeile 0193101Mustermann  schlüsselt sich also wie folgt auf:
019 die Zeile ist 19 Zeichen lang
3101 Kennung für den Namen des Patienten
Mustermann der Name des Patienten

Abweichungen vom Standard

Wir haben versucht so nahe wie möglich am Standard (bzw. dessen Interpretation durch andere) zu bleiben. In den folgenden Formatbeschreibungen taucht in der Spalte Typ der Wert Muss (M) oder Kann (K) auf. Ein Muss-Feld im Standard ist natürlich auch in unserer Implementation ein Muss-Feld. Einige Kann-Felder des Standards werden in unserer Implementation aber immer geschrieben und verändern sich so zu Muss-Feldern.
Im Rahmen einer Untersuchung können eine Reihe von einzelnen Test gemacht werden. Deren Uhrzeiten stimmen stets mit denen der Untersuchung überein, da das Konzept eines unabhängigen Einzeltests bei den audiometrischen Untersuchungen keine Entsprechung findet.
Es ist möglich, dass die Dateien mit dem ANSI-Zeichensatz geschrieben werden. Falls das nicht gewünscht wird, kann man den Zeichensatz im Konfigurationsdialog des Programms ändern.
Beim Export der Untersuchungsergebnisse können in einer Datei mehrere Untersuchungen auftauchen. Dieses Verhalten ist die Vorabeinstellung. Die Untersuchungen können aber auch auf mehrere Dateien verteilt werden, deren Name dann wie üblich mit einer auftsteigenden Laufnummer endet.

Dateiinformationen

Am Anfang der Datei befinden sich einige Metainformationen zur Datei selbst. Dazu gehören die Länge der Datei oder der verwendete Zeichensatz. Der Abschnitt hat die folgende Struktur.

TypKennungBezeichnungAnmerkung
M 8000 Satzidentifikation 6301: Stammdaten übermitteln
6302: Neue Untersuchung anfordern
6310: Daten einer Untersuchung übermitteln
6311: Daten einer Untersuchung zeigen
M 8100 Satzlänge Länge dieses Satzes in Bytes
M 8316 GDT - ID des Senders immer 'CAS-AD17'
M 9206 verwendeter Zeichensatz 1: 7Bit (ASCII)
2: IBM(Standard) CP 437 (der Default-Wert)
3: ISO8859-1(ANSI) CP 1252
M 9218 GDT-Version immer '02.10'
M 0102 Softwareverantwortlicher immer 'Audio-DATA GmbH'
M 0103 Software immer 'Computeraudiometriesystem AD17'
M 0132 Release-Stand der Software zur Zeit 'Version 1.95'

Ein Beispiel:
01380006310
014810000931
0178316CAS-AD17
01092063
014921802.10
0240102Audio-DATA GmbH
0390103Computeraudiometriesystem AD17
0210132Version 1.95
....

Patientendaten

Die Patientendaten gehen den Untersuchungsdaten stets voraus und finden sich im Anschluss an die Dateiinformationen am Anfang der Datei. Der Abschnitt hat die folgende Struktur.

TypKennungBezeichnungAnmerkung
M 3000 Patientennummer Satznummer in einer anderen Datenbank (e.g. Patientenabrechnung)
M 3101 Nachname Patient
M 3102 Vorname Patient
M 3103 Geburtsdatum Patient ttmmjjjj(e.g. 28121999)
K 3105 Versichertennummer Mitgliedsnummer Krankenkasse
K 3106 Wohnort des Patienten
K 3107 Straße des Patienten
K 3110 Geschlecht des Patienten 1:männlich oder 2:weiblich

Ein Beispiel:
...
01030000
0193101Mustermann
0133102Jana
017310317041980
024310623664 Hobbingen
0223107Beutelsend 17
01031102
....

Diesem Abschnitt können eine oder mehrere Untersuchungsabschnitte folgen.

Untersuchungskopf

Es gibt Daten, die allen Untersuchungen gemeinsam sind. Die Verfahrenskennung entspricht nicht dem Standard, der für den Bereich der Audiometrie lediglich drei Kennungen vorsieht.
 

TypKennungBezeichnungAnmerkung
M 8402 Verfahrenskennung AUDI11: Tonaudiogramm
AUDI12: Fowler-Test
AUDI13: Carhart-Test
AUDI14: Gleitfrequenz-Bekesy
AUDI15: Festfrequenz-Bekesy
AUDI16: Sprachaudiogramm
AUDI17: Dichotischer Test
AUDI18: Adaptiver Test
M 6200 Untersuchungsdatum im Format ttmmjjjj, also 23082005 für den 23.August 2005
M 6201 Untersuchungszeit im Format hhmmss, also 123056 für 12:30:56
K 6227 Kommentar maximal 80 Zeichen
M 6330 Name der freien Kategorie immer 'Testname'
M 6331 Inhalt der freien Kategorie Bei den meisten Tests entspricht der Testname dem Namen der Verfahrenskennung, z.B. Tonaudiogramm für AUDI11. In den Test der Sprachaudiometrie (Sprachaudiogramm, Dichotischer Test und Adaptiver Test) wird der Name der verwendeten CD angehängt z.B. Sprachaudiogramm: Freiburger Sprachverständnistest (Westra Nr.1A)
K 6332 Name der freien Kategorie immer 'Untersucher'
K 6333 Inhalt der freien Kategorie der Name des Untersuchers

Beispiel: ein Audiogramm vom 13. September 2005, 10:09:35

...
0158402AUDI11
017620013092005
0156201100935
0306227ich bin ein Kommentar
0176330Testname
0226331Tonaudiogramm
0206332Untersucher
0216333Dr. Beispiel
...

Tonaudiogramm

Bei der der Aufnahme eines Tonaudiogramms wird dem Probanden ein Ton mit bestimmter Frequenz präsentiert, dessen Pegel solange erhöht wird, bis er vom Probanden wahrgenommen wird. Der Ton wird nur auf einer Seite präsentiert und kann den Probanden über einen Kopfhörer, Lautsprecher oder per Knochenleitung erreichen. Damit der Ton nicht vom anderen Ohr wahrgenommen wird, wird dieses mit einem Störgeräusch vertäubt. Im Diagramm ergeben sich Markerkurven, die die Hörschwelle abhängig von der Frequenz wiedergeben.
Eine Wertegruppe wird mit der Test-Ident Kennung (8410) eingeleitet. Diese Kennung ist ein Kürzel, dass bei den Werten der Tonaudiometrie mit dem Präfix AUD beginnt. Darauf folgt eine Zeile mit der Testbezeichnungskennung (8411) in der die Bedeutung des Kürzels mit einem verständlichen Klartext erläutert wird. Es folgt die Zeile mit den Einheiten(en) für den Datenstrom (8437). Danach folgt die Zeile mit den eigentlichen Werten als Datenstrom (8438). Die Gruppe wird mit der Angabe von Datum und Uhrzeit (8432 und 8439) abgeschlossen, wobei die Daten dieses Zeitstempels stets mit den Daten der Untersuchung übereinstimmen, da das Programm keine Zeitinformationen für die Einzeltests abspeichert, diese Information aber von einigen Abrechnungssystemen verwendet wird.

Im Beispiel wurden auf jeder Seite jeweils vier Marker gesetzt:
...
0158402AUDI11
017620013092005
0156201100935
0306227ich bin ein Kommentar
0176330Testname
0226331Tonaudiogramm
0206332Untersucher
0216333Dr. Beispiel
0158410AUDACR
0278411Luftleitung Rechts
0468437Hz, db HL, [Unsicher|Minimum|Maximum]
0478438(750,25),(1500,20),(2000,30),(3000,20)
017843213092005
0158439100935
0158410AUDACL
0268411Luftleitung Links
0468437Hz, db HL, [Unsicher|Minimum|Maximum]
0478438(750,25),(1000,20),(1500,30),(2000,20)
017843213092005
0158439100935
...

AuftretenTest-IdentBezeichnungSatzartAnmerkung
0..1 AUDACR Tonaudiometrie Luftleitung Rechts unvertäubt Schwelle
0..1 AUDACMASKEDR Tonaudiometrie Luftleitung Rechts vertäubt Schwelle gepaart mit AUDACMASKL
0..1 AUDACL Tonaudiometrie Luftleitung Links unvertäubt Schwelle
0..1 AUDACMASKEDL Tonaudiometrie Luftleitung Links vertäubt Schwelle gepaart mit AUDACMASKR
0..1 AUDBCR Tonaudiometrie Knochenleitung Rechts unvertäubt Schwelle
0..1 AUDBCMMASKEDR Tonaudiometrie Knochenleitung Rechts Mastoid vertäubt Schwelle gepaart mit AUDBCMASKL
0..1 AUDBCFMASKEDR Tonaudiometrie Knochenleitung Rechts Stirn vertäubt Schwelle gepaart mit AUDBCMASKL
0..1 AUDBCL Tonaudiometrie Knochenleitung Links unvertäubt Schwelle
0..1 AUDBCMMASKEDL Tonaudiometrie Knochenleitung Links Mastoid vertäubt Schwelle gepaart mit AUDBCMASKR
0..1 AUDBCFMASKEDL Tonaudiometrie Knochenleitung Links Stirn vertäubt Schwelle gepaart mit AUDBCMASKR
0..1 AUDFFBIN Tonaudiometrie Freifeld binaural Schwelle
0..1 AUDFFBINHA Tonaudiometrie Freifeld binaural mit Hörhilfe Schwelle
0..1 AUDFFMONR Tonaudiometrie Freifeld Rechts monaural Schwelle
0..1 AUDFFMONHAR Tonaudiometrie Freifeld Rechts monaural mit Hörhilfe Schwelle
0..1 AUDFFMONL Tonaudiometrie Freifeld Links monaural Schwelle
0..1 AUDFFMONHAL Tonaudiometrie Freifeld Links monaural mit Hörhilfe Schwelle
0..1 AUDACMASKR Tonaudiometrie Luftleitung Rechts Vertäubung Schwelle
0..1 AUDACMASKL Tonaudiometrie Luftleitung Links Vertäubung Schwelle
0..1 AUDBCMASKR Tonaudiometrie Knochenleitung Rechts Vertäubung Schwelle
0..1 AUDBCMASKL Tonaudiometrie Knochenleitung Links Vertäubung Schwelle
0..1 AUDFFMONMASKR Tonaudiometrie Freifeld Rechts monaural Vertäubung Schwelle
0..1 AUDFFMONHAMASKR Tonaudiometrie Freifeld Rechts monaural mit Hörhilfe Vertäubung Schwelle
0..1 AUDFFMONMASKL Tonaudiometrie Freifeld Links monaural Vertäubung Schwelle
0..1 AUDFFMONHAMASKL Tonaudiometrie Freifeld Links monaural mit Hörhilfe Vertäubung Schwelle
0..1 AUDDISCOMFORTR Tonaudiometrie Unbehaglichkeit Rechts Schwelle
0..1 AUDDISCOMFORTL Tonaudiometrie Unbehaglichkeit Links Schwelle
0..1 AUDLBECKR Tonaudiometrie Langenbeck Rechts Langenbeck
0..1 AUDLBECKL Tonaudiometrie Langenbeck Links Langenbeck
0..1 AUDTINNMASKR Tonaudiometrie Tinnitus Verdeckung Rechts Schwelle
0..1 AUDTINNMASKL Tonaudiometrie Tinnitus Verdeckung Links Schwelle
0..1 AUDTINNSINER Tonaudiometrie Tinnitus Sinus Rechts Tinnitus
0..1 AUDTINNSINEL Tonaudiometrie Tinnitus Sinus Links Tinnitus
0..1 AUDTINNNOISER Tonaudiometrie Tinnitus Rauschen Rechts Tinnitus
0..1 AUDTINNNOISEL Tonaudiometrie Tinnitus Rauschen Links Tinnitus
0..1 AUDSISI1R Tonaudiometrie SISI 1dB Rechts SISI 1dB
0..1 AUDSISI1L Tonaudiometrie SISI 1dB Links SISI 1dB
0..1 AUDSISINR Tonaudiometrie SISI ndB Rechts SISI ndB
0..1 AUDSISINLR Tonaudiometrie SISI ndB Links SISI ndB
0..1 AUDLUESCHR Tonaudiometrie Lüscher Rechts Lüscher
0..1 AUDLUESCHL Tonaudiometrie Lüscher Links Lüscher
0..1 AUDWEBER Weber Weber
0..1 AUDRINNER Tonaudiometrie Rinne Rechts Rinne
0..1 AUDRINNEL Tonaudiometrie Rinne Links Rinne
0..1 AUDWHIDISTR Tonaudiometrie Flüstersprache Abstand Rechts Flüstern
0..1 AUDWHIDISTL Tonaudiometrie Flüstersprache Abstand Links Flüstern
0..1 AUDNORMDISTR Tonaudiometrie Umgangsprache Abstand Rechts Umgangssprache
0..1 AUDNORMDISTL Tonaudiometrie Umgangsprache Abstand Links Umgangssprache

Schwellenwerte

In diesen Wertegruppen werden die im Tonaudiogramm gemessenen Schwellenwerte abgelegt. Die Werte werden als Frequenz/Pegel-Paare gruppiert. Der Pegel kann im Bereich von –20 bis 130 (dB HL) liegen und die Frequenz kann einen der folgenden Werte annehmen: 125Hz, 250Hz, 500Hz, 750Hz, 1kHz, 1,5kHz, 2kHz, 3kHz, 4kHz, 5kHz, 6kHz, 8kHz, 9kHz, 10kHz, 11,2kHz, 12,5kHz, 14kHz, 16kHz. Eine Schwelle kann auch ausserhalb des darstellbaren Pegelbereichs liegen. In diesem Fall wird der Gruppe der optionale Wert MINIMUM bzw. MAXIMUM angefügt. Falls Schwelle als unsicher markiert wird, wird der optionale Wert UNSICHER angefügt.
 
Beispiel:
0158410AUDACR
0278411Luftleitung Rechts
0468437Hz, db HL, [Unsicher|Minimum|Maximum]
0478438(750,25),(1500,20),(2000,30),(3000,20)
Es wurden für Luftleitung Rechts vier Schwellenwerte gemessen, die bei den Frequenzen 750, 1500, 2000 und 3000 Hertz liegen. Nicht gemessene Frequenzen werden nicht aufgeführt.

Langenbeck

In diesen Wertegruppen werden Schwellenwerte abgelegt, die mit der Langenbeck-Testanordnung gemacht wurden. Während bei der normalen Schwellenbestimmung das Signal und die Vertäubung auf jeweils einem Kanal liegen (z.B Sinus/Rechts und Rauschen/Links), werden Signal und Vertäubung beim Langenbecktest auf einer Seite zusammengelegt (z.b Sinus und Rauschen Rechts). Die Werte werden als Frequenz/Signalpegel/Vertäubungspegel-Tripel gruppiert. Der Pegel kann im Bereich von –20 bis 130 (dB HL) liegen und die Frequenz kann einen der folgenden Werte annehmen: 125Hz, 250Hz, 500Hz, 750Hz, 1kHz, 1,5kHz, 2kHz, 3kHz, 4kHz, 5kHz, 6kHz, 8kHz, 9kHz, 10kHz, 11,2kHz, 12,5kHz, 14kHz, 16kHz.
 
Beispiel:
0188410AUDLBECKR
0268411Langenbeck Rechts
0258437Hz, dB HL, dB HL
0878438(750,35,-20),(1000,40,-20),(1500,25,-20),(2000,55,0),(3000,40,10),(4000,55,25)
017843215092005
0158439203553
Es wurden sechs Schwellenwerte gemessen, die bei den Frequenzen 750, 1000, 1500, 2000, 3000 und 4000 Hertz liegen. Der Vertäubungspegel folgt auf den Signalpegel. Der Vertäubungspegel kann veränderlich sein, sollte aber eigentlich konstant bleiben. In der grafischen Darstellung des Audiogramms sieht man daher lediglich den maximalen Vertäubungspegel, der mit einem Pfeil am Rande des Diagramms gekennzeichnet wird. Nicht gemessene Frequenzen werden nicht aufgeführt.

Tinnitus

Der Tinnitus ist ein subjektiv empfundenes Störgeräusch, dass als Sinus oder als Rauschen wahrgenommen werden kann. Mit diesem Test wird versucht, ein künstlich erzeugtes Geräusch mit dem empfundenen zur Deckung zu bringen. Der Tinnitus hält sich nicht an feste Frequenzen, daher kann der Test mit jeder Frequenz aus dem Bereich 63-16000 Hz  durchgeführt  werden. Der Frequenzbereich wird lediglich durch die Fähigkeiten des Kopfhörers/Lautsprechers beschänkt.

Beispiel:
0218410AUDTINNSINER
0308411Tinnitus Sinus Rechts
0188437Hz, db HL
0178438(297,45)
017843217092005
0158439123448
Es wurde ein Schwellenwert gemessen, der bei 297 Hz und 45dB liegt.

SISI 1dB

Mit dem SISI-Test (Short Increment/Short Interval) wird überprüft, ob der Proband kleine Variationen der Lautstärke wahrnehmen kann.  Dazu wird dem Probanden ein Dauerton präsentiert, der 20 dB oberhalb der Hörschwelle liegen sollte. Für ein kurzes Zeitintervall (0.25 s) wird der Pegel dann um einen kleinen Wert (1dB) angehoben. Innerhalb eines kurzen Zeitfensters von ein bis maximal zwei Sekunden kann der Proband signalisieren, ob er diese Veränderung wahrgenommen hat. Dieser Vorgang wird zwanzigmal wiederholt und aus der Anzahl der richtigen Antworten ein Prozentwert bestimmt, der das Ergebnis des Testes darstellt. Der Test kann bei den Frequenzen 500Hz, 750Hz, 1 kHz, 1.5 kHz, 2 kHz, 3 kHz, 4 kHz, 6 kHz und 8 kHz durchgeführt werden. Das Ergebnis kann im Bereich 0 bis 100% liegen. Zusätzlich wird der verwendete Basispegel vermerkt.

Beispiel:
0188410AUDSISI1R
0348411SISI 1dB Inkrement Rechts
0218437Hz, dB HL, %
0208438(750,40,80)
017843217092005
0158439123448
Der Test wurde bei 750 Hz und einem Basispegel von 40dB HL durchgeführt. Die Inkremente wurden mit einer Sicherheit von 80% erkannt.

SISI ndB

Der SISI-Test sollte ursprünglich lediglich mit einem Inkrement von 1dB durchgeführt werden (s.SISI 1dB). Es kann aber auch interessant sein, grössere Werte für das Inkrement zu verwenden. Statt 1dB kann der Basispegel um 2, 3, 4 oder 5 dB angehoben werden. Die Testdurchführung entspricht der Vorgehensweise für 1dB. Das Format des Datensatz wird lediglich um den Wert für das verwendete Inkrement ergänzt.

Beispiel:
0188410AUDSISINR
0348411SISI ndB Inkrement Rechts
0308437Hz, dBHL, dB, Prozent
0228438(500,45,5,75)
017843217092005
0158439123448
Der Test wurde bei 500 Hz,einem Basispegel von 45dB HL und einem Inkrement von 5dB durchgeführt. Die Inkremente wurden mit einer Sicherheit von 75% erkannt.

Lüscher

Mit dem Lüscher-Test wird überprüft, ob der Proband kleine Variationen der Lautstärke wahrnehmen kann.  Dazu wird dem Probanden ein Dauerton präsentiert, der 20 dB oberhalb der Hörschwelle liegen sollte. Für ein kurzes Zeitintervall (0.25 s) wird der Pegel dann um einen kleinen Wert im Bereich vom 0.1dB bis 5dB angehoben. Der Proband gibt an, ob er das Inkrement bemerkt hat. Im Gegensatz zu SISI-Test verläuft der Test nicht automatisch, sondern Pegel, Frequenz, Inkrementhöhe und Gabe des Inkrements werden frei vom Bediener gesteuert. Die Inkremente können zudem auch wesentlich kleiner sein. Der Test kann bei den Frequenzen 500Hz, 750Hz, 1 kHz, 1.5 kHz, 2 kHz, 3 kHz, 4 kHz, 6 kHz und 8 kHz durchgeführt werden. Die Inkremente können 0.1dB, 0.2dB, 0.4dB, 0.6dB, 0.8dB, 1.0dB, 1.2dB, 1.5dB, 2.0dB, 3.0dB, 4.0dB oder 5.0dB über dem Basispegel liegen. Zusätzlich wird der verwendete Basispegel vermerkt.

Beispiel:
0198410AUDLUESCHR
0238411Lüscher Rechts
0218437Hz, dBHL, dB
0508438(1000,55,3.0),(1500,55,2.0),(2000,65,0.8)
017843222092005
0158439105713

Der Test wurde bei 1000 Hz, einem Pegel von 55dB HL und einem Inkrement von 3.0dB,bei 1500 Hz, einem Pegel von 55dB HL und einem Inkrement von 2.0dB und bei 2000 Hz, einem Pegel von 65dB HL und einem Inkrement von 0.8dB durchgeführt.

Weber

Das Ergebnis des Weber-Tests kann mit dem Wert Rechts, Mitte oder Links eingetragen werden.

Beispiel:
0178410AUDWEBER
0198411Weber Test
0278421Rechts|Mitte|Links
0158420Rechts
017843222092005
0158439105713

Rinne

Das Ergebnis des Rinne-Tests kann mit dem Wert Plus(+) oder Minus (-) eingetragen werden.

Beispiel:
0188410AUDRINNER
0218411Rinne Rechts
0128421+|-
0108420+
017843222092005
0158439105713

Flüstern

Es kann ein Wert eingetragen werden, der den Hörabstand bei Flüstersprache beschreibt. Die Zeichenfolge kann beliebige Zeichen enthalten, kann jedoch nur eine Länge von drei Zeichen haben. Üblich sind Angaben wie '3m' für einen Abstand von 3 Meter.

Beispiel:
0208410AUDWHIDISTR
0328411Abstand Flüstern Rechts
0108421m
01284204m
017843222092005
0158439105713

Umgangssprache

Es kann ein Wert eingetragen werden, der den Hörabstand bei Umgangssprache beschreibt. Die Zeichenfolge kann beliebige Zeichen enthalten, kann jedoch nur eine Länge von drei Zeichen haben. Üblich sind Angaben wie '3m' für einen Abstand von 3 Meter.

Beispiel:
0218410AUDNORMDISTR
0388411Abstand Umgangssprache Rechts
0108421m
01284202m
017843222092005
0158439105713

Fowler-Test

Mit dem Fowlertest wird Lautheitswahrnehmung beider Ohren geprüft. Es wird ein Ton bestimmter Frequenz auf beiden Kanälen präsentiert, wobei die Lautstärke auf dem einen Kanal konstant bleibt, während der Pegel auf dem anderen Kanal solange korrigiert wird, bis der Proband anzeigt, dass er den Ton auf beiden Seiten gleich laut hört. Die Marker werden als Paar im Diagramm eingetragen.
Eine Wertegruppe wird mit der Test-Ident Kennung (8410) eingeleitet. Für den Fowler-Test existiert nur eine Kennung mit der Bezeichnung FOWLERVALUES. Es können maximal 5 Wertegruppen in einem Fowler-Test auftreten. Darauf folgt eine Zeile mit der Testbezeichnungskennung (8411) in der die Bedeutung des Kürzels mit einem verständlichen Klartext erläutert wird. Es folgt die Zeile mit den Einheiten(en) für den Datenstrom (8437). Danach folgt die Zeile mit den eigentlichen Werten als Datenstrom (8438). Die Gruppe wird mit der Angabe von Datum und Uhrzeit (8432 und 8439) abgeschlossen, wobei die Daten dieses Zeitstempels stets mit den Daten der Untersuchung übereinstimmen, da das Programm keine Zeitinformationen für die Einzeltests abspeichert, diese Information aber von einigen Abrechnungssystemen verwendet wird.
Im Beispiel wurden neun Werte bei 2000Hz gemessen:
...
0158402AUDI12
017620022092005
0156201131156
0176330Testname
0206331Fowler-Test
0206332Untersucher
0216333Dr. Beispiel
0218410FOWLERVALUES
0248411Fowler Ergebnis
0298437Hz, dB HL, Hz, dB HL
1688438(2000,5,2000,0),(2000,15,2000,10),(2000,25,2000,20),(2000,30,2000,30),(2000,35,2000,40),(2000,40,2000,50),(2000,45,2000,60),(2000,50,2000,70),(2000,60,2000,80)
017843222092005
0158439131156
...

AuftretenKennungBezeichnungSatzart
1..5 FOWLERVALUES Messung Fowler-Test Fowlerwerte

Fowlerwerte

In diesen Wertegruppen werden die im Fowlertest gemessenen Werte gleicher Lautheit abgelegt. Die Werte werden als Frequenz/Pegel/Frequenz/Pegel-Paare gruppiert. Wie in der Audiometrie üblich, stehen die Werte für den rechten Kanal auf der linken Seite der Gruppe. Ein Wert von (2000,15,2000,10) bedeutet also 2000Hz, 15 dB rechts und 2000Hz, 10 dB links.
Der Pegel kann im Bereich von –20 bis 130 (dB HL) liegen und die Frequenz kann einen der folgenden Werte annehmen: 125Hz, 250Hz, 500Hz, 750Hz, 1kHz, 1,5kHz, 2kHz, 3kHz, 4kHz, 5kHz, 6kHz, 8kHz, 9kHz, 10kHz, 11,2kHz, 12,5kHz, 14kHz, 16kHz. Innerhalb einer Wertegruppe bleibt die Frequenz konstant. In der deutlichen Mehrheit der Fälle ist die Frequenz für linken und rechten Kanal identisch. Es können maximal 10 Messpunkte innerhalb einer Wertegruppe auftreten.
Beispiel:

0218410FOWLERVALUES
0248411Fowler Ergebnis
0298437Hz, dB HL, Hz, dB HL
1688438(2000,5,2000,0),(2000,15,2000,10),(2000,25,2000,20),(2000,30,2000,30),(2000,35,2000,40),(2000,40,2000,50),(2000,45,2000,60),(2000,50,2000,70),(2000,60,2000,80)
017843222092005
0158439131156

Festfrequenz Békésy-Test

Mit dem Festfrequenz Békésy-Test wird die Hörermüdung geprüft. Es wird ein Ton mit gleichbleibender Frequenz (optional als Pulston) und kontinuierlich geändertem Pegel präsentiert. Kann der Proband den Ton hören, signalisiert er dies durch ständiges Drücken eines Antworttasters. Solange der Taster gedrückt wird, wird der Pegel des Signals vermindert. Hört der Proband das Signal nicht mehr, lässt er den Taster los und der Pegel steigt wieder. Für gesunde Probanden entsteht eine Zickzackkurve, mit geringer Amplitude deren durchschnittlicher Pegel nahe bei der im Audiogram ermittelten Hörschwelle liegen sollte. Es werden die Umkehrpunkte (Zeitpunkt und  Pegel) der Kurve gespeichert. Der Test kann für eine Reihe von Frequenzen, auf jeweils einem Kanal durchgeführt werden. Die Anzahl der Messpunkte in einer Festfrequenz-Bekesy-Untersuchung ist variabel und ein GDT-Datensatz kann aus einer Reihe von Teildatensätzen vom Typ 8438 bestehen.
Eine Wertegruppe wird mit der Test-Ident Kennung (8410) eingeleitet. Es folgen jeweils zwei auzusammengehörende Typen aufeinander, wobei in der ersten Gruppe die Frequenz angegeben wird, bei der die Messung der folgenden Gruppe gemacht wurde. Darauf folgt eine Zeile mit der Testbezeichnungskennung (8411) in der die Bedeutung des Kürzels mit einem verständlichen Klartext erläutert wird. Es folgt die Zeile mit den Einheiten(en) für den Datenstrom (8437). Danach folgt die Zeile mit den eigentlichen Werten als Datenstrom (8438). Die Gruppe wird mit der Angabe von Datum und Uhrzeit (8432 und 8439) abgeschlossen, wobei die Daten dieses Zeitstempels stets mit den Daten der Untersuchung übereinstimmen, da das Programm keine Zeitinformationen für die Einzeltests abspeichert, diese Information aber von einigen Abrechnungssystemen verwendet wird.
Im Beispiel wurde eine Messung mit Dauerton bei 1600Hz gemacht. Die Zeilen mit den Messwerten zwischen 11.8s und 113.1s wurden ausgelassen:
...
0158402AUDI15
017620022092005
0156201142717
0176330Testname
0286331Festfrequenz-Bekesy
0206332Untersucher
0216333Dr. Beispiel
0228410FBEKPERMFREQR
0538411Festfrequenz Bekesy Dauerton Frequenz Rechts
0118421Hz
01384201600
017843222092005
0158439142717
0248410FBEKPERMVALUESR
0508411Festfrequenz Bekesy Dauerton Werte Rechts
0148437s, Hz
0798438(0.0,0),(0.0,18),(1.1,14),(1.9,16),(2.2,16),(3.1,20),(4.3,14),(5.5,20)
0748438(6.4,16),(7.2,19),(7.8,17),(9.0,22),(10.2,17),(11.2,21),(11.8,19)
...
0748438(113.1,32),(113.8,34),(114.4,32),(114.9,34),(116.3,28),(117.8,34)
0198438(118.5,32)
017843222092005
0158439142717
...

AuftretenKennungBezeichnungSatzart
0..6 FBEKPERMFREQR Festfrequenz Bekesy Dauerton Frequenz Rechts Festfrequenz-Bekesy Frequenz
0..6 FBEKPERMFREQL Festfrequenz Bekesy Dauerton Frequenz Links Festfrequenz-Bekesy Frequenz
0..6 FBEKPULSEFREQR Festfrequenz Bekesy Pulston Frequenz Rechts Festfrequenz-Bekesy Frequenz
0..6 FBEKPULSEFREQL Festfrequenz Bekesy Pulston Frequenz Links Festfrequenz-Bekesy Frequenz
0..6 FBEKPERMVALUESR Festfrequenz Bekesy Dauerton Werte Rechts Festfrequenz-Bekesy Werte
0..6 FBEKPERMVALUESL Festfrequenz Bekesy Dauerton Werte Links Festfrequenz-Bekesy Werte
0..6 FBEKPULSEVALUESR Festfrequenz Bekesy Pulston Werte Rechts Festfrequenz-Bekesy Werte
0..6 FBEKPULSEVALUESL Festfrequenz Bekesy Pulston Werte Links Festfrequenz-Bekesy Werte

Festfrequenz-Bekesy Frequenz

Die Frequenz der Messwerte der folgenden Gruppe.
Beispiel

0228410FBEKPERMFREQR
0538411Festfrequenz Bekesy Dauerton Frequenz Rechts
0118421Hz
01384201600
017843222092005
0158439142717

Festfrequenz-Bekesy Werte

In dieser Wertegruppe werden die Umkehrpunkte der gemessenen Kurve aufgeführt. Jedes Wertepaar besteht aus einer Zeitangabe, die mit einer Nachkommastelle angegeben wird und einem Pegel. Ein Datensatz könnte maximal rd.1200 Wertepaare aus Zeit und Pegel enthalten, da die Untersuchung 120 Sekunden dauert und mit mit einer Auflösung von Zehntelsekunden aufgenommen wird. Ein einzelnes Wertepaar kann inklusive des trennenden Kommas zwölf Zeichen lang sein (e.g. (112.7,109)). Es ergibt sich eine maximale Länge von rd.14400 Zeichen. Damit kann die Maximallänge von 999 Zeichen pro GDT-Zeile deutlich überschritten werden. Die Zeile wird daher umgebrochen und ihre Länge erreicht maximal 80 Zeichen.

Beispiel
0248410FBEKPERMVALUESR
0508411Festfrequenz Bekesy Dauerton Werte Rechts
0148437s, Hz
0798438(0.0,0),(0.0,18),(1.1,14),(1.9,16),(2.2,16),(3.1,20),(4.3,14),(5.5,20)
0748438(6.4,16),(7.2,19),(7.8,17),(9.0,22),(10.2,17),(11.2,21),(11.8,19)
...
0748438(113.1,32),(113.8,34),(114.4,32),(114.9,34),(116.3,28),(117.8,34)
0198438(118.5,32)
017843222092005
0158439142717

Gleitfrequenz Békésy-Test

Mit dem Gleitfrequenz Bekesy-Test wird die Hörschwelle über einen kontinuierlichen Frequenzbereich bestimmt. Dazu wird dem Probanden ein Signal präsentiert, dessen Frequenz von einem Start- zu einem Zielwert läuft. Die Geschwindigkeit der Frequenzänderung kann dabei 1 oder 2 Oktaven pro Minute betragen. Der Pegel des Signals ändert sich ebenfalls kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von 2.5dB/s oder 5.0dB/s. Kann der Proband den Ton hören, signalisiert er dies durch ständiges Drücken eines Antworttasters. Solange der Taster gedrückt wird, wird der Pegel des Signals vermindert. Hört der Proband das Signal nicht mehr, lässt er den Taster los und der Pegel steigt wieder. Für gesunde Probanden entsteht eine Zickzackkurve, mit geringer Amplitude deren durchschnittlicher Pegel nahe bei den  im Audiogram ermittelten Hörschwellen der einzelnen Frequenzen liegen sollte. Der Test kann mit Dauerton oder Pulston auf jeweils einem Kanal durchgeführt werden. Es werden die Umkehrpunkte (Frequenz und  Pegel) der Kurve gespeichert. Die Anzahl der Messpunkte in einer Gleitfrequenz-Bekesy-Untersuchung ist variabel und ein GDT-Datensatz kann aus einer Reihe von Teildatensätzen vom Typ 8438 bestehen.
Eine Wertegruppe wird mit der Test-Ident Kennung (8410) eingeleitet. Darauf folgt eine Zeile mit der Testbezeichnungskennung (8411) in der die Bedeutung des Kürzels mit einem verständlichen Klartext erläutert wird. Es folgt die Zeile mit den Einheiten(en) für den Datenstrom (8437). Danach folgt die Zeile mit den eigentlichen Werten als Datenstrom (8438). Die Gruppe wird mit der Angabe von Datum und Uhrzeit (8432 und 8439) abgeschlossen, wobei die Daten dieses Zeitstempels stets mit den Daten der Untersuchung übereinstimmen, da das Programm keine Zeitinformationen für die Einzeltests abspeichert, diese Information aber von einigen Abrechnungssystemen verwendet wird.
Im Beispiel wurde eine Messung mit Dauerton im Frequenzbereich 1000Hz bis 2000Hz gemacht. Die Zeilen mit den Messwerten zwischen 1084Hz und 1905Hz wurden ausgelassen:
...
0158402AUDI14
017620023092005
0156201100856
0176330Testname
0296331Gleitfrequenz-Bekesy
0206332Untersucher
0216333Dr. Beispiel
0248410VBEKPERMVALUESR
0458411Gleitfrequenz Bekesy Dauerton Rechts
0188437Hz, dB HL
0798438(1000,0.0),(1000,19.0),(1000,19.0),(1016,15.0),(1035,19.0),(1040,18.0)
0688438(1047,19.5),(1052,18.5),(1055,19.0),(1064,17.0),(1084,21.0)
...
0688438(1905,26.0),(1932,23.0),(1950,25.0),(1963,23.5),(1972,24.5)
0328438(1991,22.5),(1995,23.0)
017843223092005
0158439100856
...

AuftretenKennungBezeichnungSatzart
0..1 VBEKPERMVALUESR Gleitfrequenz Bekesy Dauerton Rechts Gleitfrequenz Bekesy Werte
0..1 VBEKPERMVALUESL Gleitfrequenz Bekesy Dauerton Links Gleitfrequenz Bekesy Werte
0..1 VBEKPULSEVALUESR Gleitfrequenz Bekesy Pulston Rechts Gleitfrequenz Bekesy Werte
0..1 VBEKPULSEVALUESL Gleitfrequenz Bekesy Pulston Rechts Gleitfrequenz Bekesy Werte

 

Gleitfrequenz Bekesy Werte

In dieser Wertegruppe werden die Umkehrpunkte der gemessenen Kurve aufgeführt. Jedes Wertepaar besteht aus einer Frequenzangabe und einem Pegel, der mit einer Nachkommastelle angegeben wird. Ein Datensatz könnte maximal rd.4800 Wertepaare aus Frequenz und Pegel enthalten, falls eine Untersuchung über den gesamten Frequenzbereich von 8 Oktaven gemacht wird (Abtastfrequenz des Patiententasters ist 10Hz, bei einer Frequenzänderung von einer Oktave pro Minute ergeben sich aus 8 Oktaven*60 Sekunden/Oktave*10 Abtastungen/Sekunde=4800 Abtastungen). Ein einzelnes Wertepaar kann inklusive des trennenden Kommas vierzehn Zeichen lang sein (e.g. (14032,102.3)). Es ergibt sich eine maximale Länge von rd.67000 Zeichen. Damit kann die Maximallänge von 999 Zeichen pro GDT-Zeile deutlich überschritten werden. Die Zeile wird daher umgebrochen und ihre Länge erreicht maximal 80 Zeichen.

Beispiel:
0248410VBEKPERMVALUESR
0458411Gleitfrequenz Bekesy Dauerton Rechts
0188437Hz, dB HL
0798438(1000,0.0),(1000,19.0),(1000,19.0),(1016,15.0),(1035,19.0),(1040,18.0)
0688438(1047,19.5),(1052,18.5),(1055,19.0),(1064,17.0),(1084,21.0)
0688438(1099,18.0),(1115,21.0),(1130,18.0),(1146,21.0),(1154,19.5)
0688438(1162,21.0),(1176,18.5),(1195,22.0),(1203,20.5),(1214,22.5)
0688438(1231,19.5),(1251,23.0),(1275,19.0),(1289,21.5),(1304,19.0)
0688438(1329,23.0),(1338,21.5),(1353,24.0),(1379,20.0),(1398,23.0)
0688438(1414,20.5),(1437,24.0),(1451,22.0),(1464,24.0),(1485,21.0)
0688438(1509,24.5),(1523,22.5),(1530,23.5),(1533,23.0),(1548,25.0)
0688438(1573,21.5),(1602,25.5),(1621,23.0),(1643,26.0),(1659,24.0)
0688438(1674,26.0),(1690,24.0),(1705,26.0),(1729,23.0),(1757,26.5)
0688438(1782,23.5),(1798,25.5),(1823,22.5),(1853,26.0),(1879,23.0)
0688438(1905,26.0),(1932,23.0),(1950,25.0),(1963,23.5),(1972,24.5)
0328438(1991,22.5),(1995,23.0)
017843223092005
0158439100856

Carhart-Test

Mit dem Carhart-Test kann eine Hörermüdung festgestellt werden. Im Gegensatz zu den Bekesy-Tests bleibt der Pegel konstant und die Verminderung des Pegels ist rein subjektiv. Kann der Proband den Ton einer bestimmten Frequenz hören, signalisiert er dies durch ständiges Drücken eines Antworttasters. Hört der Proband das Signal nicht mehr, lässt er den Taster los und der Pegel steigt um den festen Wert von 5dB. Kann der Proband den Ton wieder hören, bleibt der Pegel  konstant. Andernfalls wird der Pegel nach  2 Sekunden erneut um 5dB erhöht. Der Test endet, sobald der Ton für 60 Sekunden gehört wurde, die Maximalzeit von 6 Minuten für den gesamten Test erreicht ist oder der Pegel nicht mehr erhöht werden kann, da der Maximalpegel bereits gegeben wird. Das Ergebnis präsentiert sich als Treppenkurve, bei der der Pegel lediglich ansteigt.
Die Zahl der Messwerte ist variabel, aber da der Test durch den maximalen Pegel beschränkt wird und die Schrittweite der Pegeländerung 5 dB beträgt, können maximal 22 (110dB in 5dB Schritten) Messwerte anfallen.

TypKennungBezeichnungSatzart
M 9650 Carhart-Rechts CAR
M 9651 Carhart-Links CAR

CAR

Frequenz, Zahl der Messpunkte und Zahl der Zeilen des folgenden Blocks (3 Werte)
1.Wert Frequenz in Hz
2.Wert Zahl der Messpunkte
3.Wert Wertepaar Zeit/Pegel (Zeit in ganzen Sekunden, Pegel in dB)
...
n.Wert Wertepaar Zeit/Pegel (Zeit in ganzen Sekunden, Pegel in dB)

Beispiel
0189650/1000/5/0;17/41;22/74;27/105;32/165;32
018 18 Zeichen
9650 Carhart-Rechts
1000 Messung bei 1000 Hz
5 5 Wertepaare
0;17 zum Zeitpunkt 0 Sekunden 17dB
41;22 zum Zeitpunkt 41 Sekunden 22dB
74;27 zum Zeitpunkt 74 Sekunden 27dB
105;32 zum Zeitpunkt 105 Sekunden 32dB
165;32 zum Zeitpunkt 165 Sekunden 32dB

Sprachaudiometrie

Eine Untersuchung der Sprachaudiometrie setzt sich aus den folgenden Feldern zusammen. Die Numerierung der Kennung ist aufsteigend.

TypKennungBezeichnungSatzart
M 9538 Untersuchungsart (Freiburger Sprachverständnistest, MainzerKindertest,etc) S0
K 9539 Unbehaglichkeitsschwelle S1
K 9540 Einsilber Luftleitung rechts S2
K 9541 Einsilber Luftleitung rechts S2
K 9542 Einsilber Knochenleitung rechts S2
K 9543 Einsilber Knochenleitung links S2
K 9544 Einsilber Freifeld rechts S2
K 9545 Einsilber Freifeld links S2
K 9546 Einsilber Freifeld mit Hörhilfe 1 rechts S2
K 9547 Einsilber Freifeld mit Hörhilfe 1 links S2
K 9548 Einsilber Freifeld mit Hörhilfe 2 rechts S2
K 9549 Einsilber Freifeld mit Hörhilfe 2 links S2
K 9550 Einsilber Freifeld mit Hörhilfe 3 rechts S2
K 9551 Einsilber Freifeld mit Hörhilfe 3 links S2
K 9552 Einsilber Freifeld-Mitte Binaural rechts S2
K 9553 Einsilber Freifeld-Mitte Binaural links S2
K 9554 Einsilber Freifeld-Mitte Binaural mit Hörhilfe rechts S2
K 9555 Einsilber Freifeld-Mitte Binaural mit Hörhilfe links S2
K 9556 Einsilber Messung im Störschallfeld Luftleitung rechts S3
K 9557 Einsilber Messung im Störschallfeld Luftleitung links S3
K 9558 Einsilber Messung im Störschallfeld Freifeld rechts S3
K 9559 Einsilber Messung im Störschallfeld Freifeld links S3
K 9560 Einsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 1 rechts S3
K 9561 Einsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 1 links S3
K 9562 Einsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 2 rechts S3
K 9563 Einsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 2 links S3
K 9564 Einsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 3 rechts S3
K 9565 Einsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 3 links S3
K 9566 Mehrsilber Luftleitung rechts S2
K 9567 Mehrsilber Luftleitung links S2
K 9568 Mehrsilber Knochenleitung rechts S2
K 9569 Mehrsilber Knochenleitung links S2
K 9570 Mehrsilber Freifeld rechts S2
K 9571 Mehrsilber Freifeld links S2
K 9572 Mehrsilber Freifeld mit Hörhilfe 1 rechts S2
K 9573 Mehrsilber Freifeld mit Hörhilfe 1 links S2
K 9574 Mehrsilber Freifeld mit Hörhilfe 2 rechts S2
K 9575 Mehrsilber Freifeld mit Hörhilfe 2 links S2
K 9576 Mehrsilber Freifeld mit Hörhilfe 3 rechts S2
K 9577 Mehrsilber Freifeld mit Hörhilfe 3 links S2
K 9578 Mehrsilber Freifeld-Mitte Binaural rechts S2
K 9579 Mehrsilber Freifeld-Mitte Binaural links S2
K 9580 Mehrsilber Freifeld-Mitte Binaural mit Hörhilfe rechts S2
K 9581 Mehrsilber Freifeld-Mitte Binaural mit Hörhilfe links S2
K 9582 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Luftleitung rechts S3
K 9583 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Luftleitung links S3
K 9584 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Freifeld rechts S3
K 9585 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Freifeld links S3
K 9586 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 1 rechts S3
K 9587 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 1 links S3
K 9588 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 2 rechts S3
K 9589 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 2 links S3
K 9590 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 3 rechts S3
K 9591 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 3 links S3
K 9592 Sätze Luftleitung rechts S2
K 9593 Sätze Luftleitung rechts S2
K 9594 Sätze Knochenleitung rechts S2
K 9595 Sätze Knochenleitung links S2
K 9596 Sätze Freifeld rechts S2
K 9597 Sätze Freifeld links S2
K 9598 Sätze Freifeld mit Hörhilfe 1 rechts S2
K 9599 Sätze Freifeld mit Hörhilfe 1 links S2
K 9600 Sätze Freifeld mit Hörhilfe 2 rechts S2
K 9601 Sätze Freifeld mit Hörhilfe 2 links S2
K 9602 Sätze Freifeld mit Hörhilfe 3 rechts S2
K 9603 Sätze Freifeld mit Hörhilfe 3 links S2
K 9604 Sätze Freifeld-Mitte Binaural rechts S2
K 9605 Sätze Freifeld-Mitte Binaural links S2
K 9606 Sätze Freifeld-Mitte Binaural mit Hörhilfe rechts S2
K 9607 Sätze Freifeld-Mitte Binaural mit Hörhilfe links S2
K 9608 Sätze Messung im Störschallfeld Luftleitung rechts S3
K 9609 Sätze Messung im Störschallfeld Luftleitung links S3
K 9610 Sätze Messung im Störschallfeld Freifeld rechts S3
K 9611 Sätze Messung im Störschallfeld Freifeld links S3
K 9612 Sätze Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 1 rechts S3
K 9613 Sätze Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 1 links S3
K 9614 Sätze Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 2 rechts S3
K 9615 Sätze Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 2 links S3
K 9616 Sätze Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 3 rechts S3
K 9617 Sätze Messung im Störschallfeld Freifeld Hörhilfe 3 links S3

 

S0

Testart der Sprachaudiometrie (1 Wert)
Dieser Wert gibt die Art der sprachaudiometrischen Untersuchung an. Der Wert ist der vom Anwender festgelegte Name des Tests.

Beispiel:
0519538Freiburger Sprachverständnistest (Philips)
051 51 Zeichen
9538 Untersuchungsart Sprachaudiometrie
Freiburger Sprachverständnistest (Philips) Freiburger Sprachverständnistest mit der CD des Herstellers Philips

S1

Unbehaglichkeitsschwelle Rechts/Links (2Werte)
Die Werte könne im Bereich von –10 bis 120 dB liegen. Sie geben die Unbehaglichkeitsschwelle auf der entsprechenden Seite an. Die Werte werden durch einen Slash ("/") getrennt.
Ausgezeichnete Werte
255 keine Messung durchgeführt
1.Wert: Pegel Unbehaglichkeitsschwelle Rechts
2.Wert: Pegel Unbehaglichkeitsschwelle Links

Beispiel:
0169539/86/255
016 16 Zeichen
9539 Unbehaglichkeitsschwelle
86 86 dB Rechts
255 keine Bestimmung der Unbehaglichkeitsschwelle Links

S2

Pegelwerte, Verständnis, Vertäubung Sprachaudiometrie (7 Werte)
Der Datensatz versammelt den Vertäubungspegel (ein Pegelwert) und maximal 6 Messungen (Pegel/Verständnispaar). Die Pegelwerte können im Berech von –10 bis 120 dB liegen, die Verständniswerte im Bereich von 0% bis 100%. Ein Wertepaar wird durch ein Semikolon (";") getrennt. Die Werte werden durch einen Slash ("/") abgetrennt.
Ausgezeichnete Werte
255 keine Messung durchgeführt
1.Wert: Vertäubungspegel
2.Wert: Verständlichkeit 1.Messpunkt (als Paarung von Pegel und Verständlichkeit)
...
7.Wert: Verständlichkeit 6.Messpunkt (als Paarung von Pegel und Verständlichkeit)

Beispiel
0429566/24/13;30/19;30/36;70/255/255/255br> 042 42 Zeichen
9577 Mehrsilber Luftleitung rechts
24 Vertäubung 24 dB
13;30 Pegel 13 dB, Verständlichkeit 30 Prozent
19;30 Pegel 19 dB, Vertsändlichkeit 30 Prozent
36;70 Pegel 36 dB, Verständlichkeit 70 Prozent
255 Messpunkt 4 nicht vorhanden
255 Messpunkt 5 nicht vorhanden
255 Messpunkt 6 nicht vorhanden

S3

Pegelwerte, Verständnis, Vertäubung Sprachaudiometrie im Störschallfeld (9 Werte)
Der Datensatz versammelt die Art der Messung (Signal/Vertäubung konstant), den Konstanten-Pegel (Pegel/Verständnispaar) und maximal 6 Messungen (Pegel/Verständnispaar). Die Pegelwerte können im Berech von –10 bis 120 dB liegen, die Verständniswerte im Bereich von 0% bis 100%. Ein Wertepaar wird durch ein Semikolon (";") gegliedert. Die Werte werden durch einen Slash ("/") abgetrennt.
 
Ausgezeichnete Werte
255 keine Messung durchgeführt
1.Wert: Vertäubung- oder Signalquelle konstant (0:Signal konstant, 1:Vertäubung konstant)
2.Wert: Verständlichkeit konstante Quelle (als Paarung von Pegel und Verständlichkeit)
3.Wert: Verständlichkeit 1.Messpunkt variable Quelle (als Paarung von Pegel und Verständlichkeit)
...
9.Wert: Verständlichkeit 6.Messpunkt variable Quelle (als Paarung von Pegel und Verständlichkeit)

Beispiele:
0519557/0/65;20/15;40/22;70/39;55/48;70/74;20/255
051 51 Zeichen
9557 Einsilber Messung im Störschallfeld Luftleitung links
0 Signal konstant
65;20 Signal Pegel 65 dB, Verständlichkeit 20 Prozent
15;40 Vertäubung Pegel 15 dB, Verständlichkeit 40 Prozent
22;70 Vertäubung Pegel 22 dB, Verständlichkeit 70 Prozent
39;55 Vertäubung Pegel 39 dB, Verständlichkeit 55 Prozent
48;70 Vertäubung Pegel 48 dB, Verständlichkeit 70 Prozent
74;20 Vertäubung Pegel 74 dB, Verständlichkeit 20 Prozent
255 Messpunkt 6 nicht vorhanden

0539582/1/15;70/29;50/33;70/47;30/59;70/79;60/86;10
053 53 Zeichen
9582 Mehrsilber Messung im Störschallfeld Luftleitung rechts
1 Vertäubung konstant
15;70 Vertäubung Pegel 15 dB, Verständlichkeit 70 Prozent
29;50 Signal Pegel 29 dB, Verständlichkeit 50 Prozent
33;70 Signal Pegel 33 dB, Verständlichkeit 70 Prozent
47;30 Signal Pegel 47 dB, Verständlichkeit 30 Prozent
59;70 Signal Pegel 59 dB, Verständlichkeit 70 Prozent
79;60 Signal Pegel 79 dB, Verständlichkeit 60 Prozent
86;10 Signal Pegel 86 dB, Verständlichkeit 10 Prozent

Dichotischer Test

Der dichotische Test gehört in den Bereich der Sprachaudiometrie und überprüft das Sprachverständnis durch die gleichzeitige Gabe von unterschiedlichen Signalen auf die beiden Seiten. Gemessen wird die seitenbezogene Verständlichkeit bei einem bestimmten Pegel. Um einen Startpegel zu finden, wird das Signal nur jeweils auf einer Seite angeboten (monaurale Startphase) und der Proband muss wenigstens eine Verständlichkeit von 80% erreichen. Nachdem der Startpegel gefunden wurde, werden unterschiedliche Sätze gleichzeitig angeboten, während der Pegel konstant bleibt. Mehrere Sätze ergeben eine Gruppe, für deren vollständiges Verstehen 100% Verständlichkeit eingetragen werden. Ist eine Gruppe vollständig angeboten worden, wird der Pegel für die folgende Gruppe modifiziert. Die Grösse der Veränderung ergibt sich aus der zuvor bestimmten Verständlichkeit. Der Test kann nach der monauralen Testphase mit 5 Gruppen durchgeführt werden. Es können daher sechs aus Pegel und Verständlichkeit bestehende Wertepaare anfallen.

TypKennungBezeichnungSatzart
K 9675 Dichotisch DICH

DICH

Abfolge von Pegel und Verständlichkeit für den rechten und linken Kanal(maximal 6 Werte). Innerhalb des Wertetupel werden die Einzelwerte durch Semikolons (";") gegliedert. Die Wertetupel werden durch einen Slash ("/") voneinander getrennt.
1.Wert Pegel in dB für den rechten Kanal
2.Wert Verständlichkeit in % für den rechten Kanal
3.Wert Pegel in dB für den linken Kanal
4.Wert Verständlichkeit in % für den linken Kanal

Beispiel:
0579675/10;80;15;80/10;50;15;40/15;60;25;50/20;80;30;70
057 57 Zeichen
9675 Dichotischer Test

1.Paarung
10 10dB Pegel rechts
80 80% Verständnis rechts
15 15dB Pegel links
80 80% Verständnis links

2.Paarung
10 10dB Pegel rechts
50 50% Verständnis rechts
15 15dB Pegel links
40 40% Verständnis links

3.Paarung
15 15dB Pegel rechts
60 60% Verständnis rechts
25 25dB Pegel links
50 50% Verständnis links

4.Paarung
20 20dB Pegel rechts
80 80% Verständnis rechts
30 30dB Pegel links
70 70% Verständnis links

Adaptiver Test

Der adaptive Test gehört in den Bereich der Sprachaudiometrie und kann monaural (ohne Vertäubung) oder mit unterschiedlichen Lautsprecheraufstellungen im Störschallfeld (also mit Vertäubung) durchgeführt werden. Die Vorgehensweise bleibt gleich, lediglich die Berechnung der Kennziffer unterscheidet sich. Dem Probanden werden gesprochene Sätze (z.B. "Doris verleiht zwölf kleine Bilder.") angeboten, die er dann zu wiederholen hat. Abhängig von Genauigkeit dieser Wiederholung, wird der Pegel des nächsten Satzes verändert. Der Beispielsatz enthält fünf Wörter. Kann der Proband kein Wort richtig wiederholen, steigt der Pegel um 3dB, bei fünf richtigen Antworten sinkt der Pegel um 2dB. Dazwischenliegende Ergebnisse führen zu entsprechenden Pegeländerungen: 0 richtig:+3dB, 1 richtig:+2dB, 2 richtig:+1dB, 3 richtig:0dB, 4 richtig:-1dB, 5 richtig:-2dB. Diese Pegeländerungen gelten für den Oldenburger Satztest und können für andere Tests andere Werte haben.
Es werden lediglich die jeweils gegebenen Pegel aufgezeichnet. Nach einer Trainingsphase (z.B.10 Sätze) sollte ein angemessener Pegel gefunden sein und lediglich die darauf folgenden Pegel werden für die Berechnung der Kennziffer herangezogen. Beim monauralen Test berechnet man die Kennziffer als arithmetisches Mittel dieser folgenden Pegel. Für die Tests im Störschallfeld wird von diesem Wert der konstante Vertäubungspegel abgezogen.
Es können sieben Testanordnungen genutzt werden: Monaural, ILD (Intelligibility Level Difference) 0°, ILD -90°, ILD +90°, BILD (Binaural Intelligibility Level Difference) -90° und BILD +90°. Der Kennung folgt lediglich die berechnete Kennziffer.

TypKennungBezeichnungSatzart
K 9665 Adaptiv Monaural ADPT
K 9666 Adaptiv ILD 0° ADPT
K 9667 Adaptiv ILD -90° ADPT
K 9668 Adaptiv ILD +90° ADPT
K 9669 Adaptiv BILD -90° ADPT
K 9670 Adaptiv BILD +90° ADPT

ADPT

Pegel bzw. Pegeldifferenz (1 Wert)
1.Wert Pegel in dB mit einer Nachkommastelle

Beispiel
013966570.4
013 13 Zeichen
9665 Adaptiver Test Monaural
70.4 Mittelwert 70.4dB